Pressemitteilung

CDU-Fraktion fordert, die Sorgen der Bürger(-innen) ernst zu nehmen

Pressemitteilung der CDU-Fraktion Norderstedt vom 16. März 2018:

In verschiedenen Diskussionen mit den Bürgerinnen und Bürgern wurde deutlich, dass es einen großen Unterschied zwischen objektiver (tatsächlicher) und subjektiver (gefühlter) Sicherheit in Norderstedt gibt. Hier nur mit der Kriminalstatistik zu argumentieren, hilft den Menschen nicht weiter, so Peter Holle von der CDU-Fraktion. Ob sich die Menschen im öffentlichen Raum, d.h. auf den Straßen, Plätzen und Grünanlagen einer Stadt sicher fühlen, hängt eben nicht nur von der tatsächlichen Kriminalitätsbelastung ab.

Die CDU-Fraktion fordert daher als erste Maßnahme eine sogenannte Angstraumbegehung.

Als Angstraum bezeichnet man einen öffentlichen (oder halböffentlichen) Ort, an dem Menschen Angst haben, Opfer von Kriminalität zu werden. Das kann ein kleiner Bereich sein wie beispielsweise eine Tiefgarage, eine dunkle Unterführungen, eine Parkanlage oder eine verlassene Einkaufspassage in den Abendstunden. Ein Angstraum entsteht, wenn sich die Menschen in diesem Raum nicht mehr wohl und sicher fühlen. Das subjektive Sicherheitsgefühl ist dann so stark beeinträchtigt, dass die Menschen ihre Lebensgewohnheiten ändern und diesen Raum meiden. Angsträume, die gemieden werden, verwahrlosen mit der Zeit, weil Vandalismus und Vermüllung zunehmen. Durch die Abwesenheit anderer Menschen fehlt auch die soziale Kontrolle. Das zieht Straftäter an. Die objektive Kriminalitätsbelastung steigt. Um zu erfahren, welche Angsträume es in einer Stadt gibt, müssen die Bewohner befragt werden. In einem ersten Schritt führen Kommunen (Politik und z.B. Ordnungsamt) gemeinsam mit der Polizei und den Bürgerinnen und Bürgern Stadtbegehungen durch und spüren Angsträume auf. Eine der ersten Aufgaben der Akteure ist es dann, diese Angsträume zu beseitigen.

Öffentliche Sicherheit ist ein menschliches Grundbedürfnis. Sicherheit ist Lebensqualität und Sicherheit ist zunehmend auch ein Standortfaktor, so Holle abschließend.